Sehenswert

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copyright Stadtgemeinde Leoben, Foto: Freisinger

Kirchenburg St. Oswald in Eisenerz

Eine der größten erhaltenen Wehrkirchenanlagen in Österreichs!

Ansicht auf die Wehrkirchenanlage

Die Kirchenburg St. Oswald in Eisenerz eine der größten erhaltenen Wehrkirchenanlagen in Österreich!

Wie heißt es so schön: „Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“. Und das nicht nur heute.

Wir befinden uns im 15. Jhdt. und der Bau der Oswaldikirche ist voll im Gange. Ja, man sieht die Arbeiter förmlich vor sich, wie sie Steine behauen, Holzzimmerungen schaffen und Material befördern.

In diese rege Bautätigkeit kommt 1482 erstmals ein Erlass des Kaisers: Friedrich III. gibt den Befehl, die beiden Märkte des „Eisenärtzts“, also Innerberg (das heutige Eisenerz) und Vordernberg zu befestigen.

Hilfe, die Türken kommen

1529 rücken die Türken gegen Wien vor und von nun an wird bis in die Mitte 30er Jahre des 16. Jhdt. die Wehrkirche zu einer mächtigen Fluchtburg ausgebaut. Das Osttor wird mit einem Torhaus mit vorgelagertem Graben versehen, die Mauern werden erhöht, nochmals verstärkt und mit Schießscharten und Pechnasen ausgestattet. Hölzerne Wehrgänge werden gebaut, der ursprüngliche Westeingang vermauert und der Zugang vom Norden her durch ein wuchtiges Vorwerk mit zwei imposanten Halbrundtürmen und einem Zangentor verstärkt.

Doch dem noch nicht genug. Innerhalb der Mauern wird ein Brunnen gegraben um die Bevölkerung im Belagerungsfall mit Wasser versorgen zu können und schlussendlich wird für die „Not des Menschen“ noch ein Aborterker gebaut - mit Schießscharte versteht sich. Aus der einstigen Wehrkirche wurde eine Fluchtburg, die für den Schutz der Bevölkerung vor Angriffen und Belagerung gerüstet war. Die Türken aber blieben aus.

Eine Fluchtburg gegen den Bischof

Wer jetzt glaubt, unsere Kirchenburg sei nie in „Aktion“ gewesen, der irrt. Schon während der Türkengefahr hat sich österreichweit der Protestantismus immer weiter ausgebreitet und wurde auch von den Innerberger Radmeistern und Knappen rasch aufgenommen - so, dass Mitte des 16. Jahrhunderts Innerberg mehrheitlich protestantisch und die Kirchenburg fest in lutherischer Hand war. Keine 50 Jahre später aber wurde auch in Innerberg die Gegenreformation konsequent betrieben.

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