Sehenswert

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copyright Stadtgemeinde Leoben, Foto: Freisinger

Radwerk IV – die Sehenswürdigkeit der Eisenstraße

Weltweit der einzige noch erhaltene Holzkohlen-Hochofen

Außenansicht vom Hochofenmuseum Radwerk IV

Das Hochofenmuseum Radwerk IV in Vordernberg (Steiermark) ist ein Erlebnis der besonderen Art.

Das Radwerk IV ist die größte eisengeschichtliche Sehenswürdigkeit der Eisenstraße und weltweit der einzige noch erhaltene Holzkohlen-Hochofen. Er steht am Hauptplatz in Vordernberg, wo seit mehr als 600 Jahren, bis zu seiner Stilllegung 1911, Eisen erzeugt wurde. Das eindrucksvolle Gebäude steht mit allen Einrichtungen und Gerätschaften unter Denkmalschutz und ist als Museum ganzjährig für Besucher offen.

Beim Gang durch die großen Innenräume, die sich in vier Stockwerken um den Hochofen gruppieren, wird vom Führer der Erzeugungsprozess vom Erz zum Eisen und die Lebens- und Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts anschaulich erklärt.

Man kann den damaligen Erzabbau anhand von Modellen und Bildern und die Erzförderung vom Erzberg bis zum Radwerk sehen. Die dazu verwendeten Wagen und Hunte, ebenso die Holzkohlen-Transporteinrichtungen, sind im Original vorhanden. Besondere Attraktionen sind die Erzröstanlage, die gewaltige Rauchhaube des Hochofens mit dem Blick hinunter in das Ofeninnere und die Abstichhalle, in der das Ausfließen und Erstarren des Roheisens stattgefunden hat. Das große Wasserrad, das dem Radwerk den Namen gibt, wird im Betrieb vorgeführt.

Im benachbarten Gebläsehaus des Radwerkes III, das ebenfalls zum Museum gehört, kann eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1873, die neben dem Wasserrad das Gebläse für den Hochofen antrieb, in Bewegung gezeigt werden.

Eine weitere Attraktion ist das „Ferrum Magnificum“ im Radwerk IV, eine Multivision, wo die Entwicklung der Eisen- und Stahlerzeugung bis in die Gegenwart und der vielfältige Einsatz des Stahls dargestellt werden.

Das Radwerk ist durch einen Personenlift erschlossen und auch für Menschen mit Behinderung zugänglich.

Zum Museum gehören auch das unter Denkmalschutz stehende Raithaus, Hauptstraße 110, die ehemalige Steiermärkisch-Ständische Montanlehranstalt von 1840 mit dem neu restaurierten Garten, dem Markscheide-Pavillon und der Lehrfrischhütte, in der zu besonderen Anlässen oder auf Bestellung, im historischen Ambiente die Schmiede im Betrieb vorgeführt werden kann.

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