Altstadtspaziergang

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altesrathausCongress Leoben/Altes Rathaus

Das wichtigste historische Gebäude auf dem Hauptplatz ist das Alte Rathaus, das an dieser Stelle seit 1485 bezeugt ist. Im 17. Jhdt. wurde es um Nachbarhäuser vergrößert, der originelle fünfseitige Turm schon 1568 errichtet. Bis 1973 diente es ununterbrochen der städtischen Verwaltung. 1990 entstand hier das Kongresszentrum mit mehreren Sälen und Seminarräumen.
hauptplatzHauptplatz mit Bergmannsbrunnen, Pestsäule, Engelsbrunnen

Ringmauern, Stadttore, vier Eckbefestigungen und einige Mauertürme bildeten im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die Befestigung der Stadt, die bis auf einen Eck- und einen Torturm sowie geringe Mauerreste der Verkehrsausweitung des 19. Jhdt. zum Opfer fiel.

Der langgestreckte Hauptplatz bildet seit der Besiedlung der Murschleife das Herz Leobens. Heute zeigt sich der neu gestaltete Hauptplatz (Prof. B. Podrecca) verkehrsfrei, lädt zum Bummeln und Verweilen ein und zählt zu den schönsten Plätzen Europas.

Am Hauptplatz wurde 1717 von der Bürgerschaft als Dank für das Erlöschen der Pest die Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule) errichtet, deren Skulpturenschmuck von Johann Jakob Schoy stammt. Am Nordende des Platzes befindet sich der Engelsbrunnen (1794), über dessen Becken sich die klassizistische Skulptur eines Engels erhebt, der einen Schild mit dem Leobener Stadtwappen hält, im Südteil der Bergmannsbrunnen (1799) mit der Darstellung eines Bergknappen in maximilianischer Tracht.

Hier findet als Brauchtum alljährlich bei der »Philistrierung« der neu graduierten Montanisten der »Kuss der Statue« statt. Der Hauptplatz eignet sich ideal als Kulisse für Großveranstaltungen.
hacklhausHacklhaus

Die bedeutendste Barockfassade der Stadt weist das Hackl-Haus an der Südwestseite des Hauptplatzes auf, das nach seinem Besitzer im 18. Jahrhundert benannt ist.

Das Gebäude mit drei Schopfwalmgiebeln trägt als Fassadenzier reichen Stuck aus der Zeit um 1660. Neben allegorischen Darstellungen der Vier Jahreszeiten, Kriegern, Girlanden finden sich auch jene der christlichen Tugenden und das Wappen der Familie Zehenter von Zehentgrub.
arkadenhofGasthof "Schwarzer Adler" oder "Arkadenhof"

Ebenfalls auf dem Hauptplatz befindet sich die historische Gaststätte »Schwarzer Adler«. Das Bauwerk lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückdatieren, diente ursprünglich als Wohnhaus und war über Generationen im Besitz von Roheisenverlegern und Eisenhändlern.

Besonders beeindruckend ist das Renaissanceportal mit zwei Reliefporträts ehemaliger Besitzer und deren Familienwappen – Donnersperger und Trapp.
lcs1Ehemaliges Dominikanerkloster - jetzt Leoben City Shopping (LCS)

Aus der Zeit nach 1280 stammt das Dominikanerkloster, das von Mönchen aus Friesach in Kärnten besiedelt wurde. Der große Gebäudekomplex war durch die strategisch günstige Lage zugleich das nordöstliche Bollwerk der Stadtbefestigung. Die ehemalige Bettelordenskirche und das Kloster wurden 1811 aufgehoben. In der Zeit danach wurde die gotische Kirche als Salzmagazin verwendet. 1853-55 wurde das Gebäude zu Gericht, Gefangenenhaus, Steuer- und Kreisamt umgebaut. Gericht und Justizanstalt waren bis 2005 hier untergebracht und sind in das neue Leobener Justizzentrum ausgesiedelt.

Vom ehemaligen Kloster haben sich bis heute die Kirche mit einer kleinen Seitenkapelle, der gesamte gotische Kreuzgang sowie der barocke Südtrakt erhalten. Diese historisch bedeutenden und denkmalgeschützten Teile des Gebäudes wurden nun sehr stilvoll und modern in das neu geschaffene Einkaufszentrum (Leoben City Shopping) integriert.

Den schönsten Inneneindruck vom ehemaligen Kloster vermitteln die gotischen Arkaden im Kreuzganghof, der jetzt gastronomisch genutzt wird. Im Zuge der Umbauten wurden hier umfangreiche Freskenreste entdeckt und restauriert.

Sonnenuhr. An der Nordfassade des Kreuzgangs befindet sich im Obergeschoss eine Sonnenuhr, umgeben von so genannten Monatsbildern. Die erhaltenen Leobener Darstellungen zeigen bäuerliche Tätigkeiten im Jahreslauf, beginnend rechts oben mit einer Dame, die sich an einem Feuer wärmt, darunter finden wir einen pflügenden Bauern und in der Ecke wird eine Weide geschnitten. Links anschließend zwei Personen in einer Badewanne - wohl stellvertretend für den Wonnemonat Mai. Rechts vom spätgotischen Steinkastenfenster sind über älteren Ornamenten noch eine Bäuerin mit Rechen bei der Heuernte und ein Bauer beim Kornschnitt erkennbar.

sonnenuhrlcs

Marienbilder. Zu ebener Erde findet sich im darunter liegenden Gang ein Medaillon mit schlecht erkennbarem Bildinhalt, wahrscheinlich Dominikaner- und Mariensymbole darstellend. Auch gegenüberliegend wurde an der Nordwand der ehemaligen Kirche eine gotische Madonna mit zwei betenden Mönchen freigelegt und restauriert. Vom ersten Stock darüber bietet sich nicht nur ein schöner Blick in den Hof, sondern man gelangt auch zum barocken Südtrakt mit Architekturmalereien, die eine Pfeilergliederung darstellen.
stadttheaterStadttheater Leoben

Leoben hat das älteste, seit seiner Gründung bespielte »bürgerliche« Theater Österreichs. Die am Portal angebrachten Mariazeller Kunsteisengussplastiken – ein Bergmann und ein Hüttenmann – aus der Zeit um 1850 verweisen auf die Grundlagen bürgerlichen Wohlstandes der Region im frühen 19. Jhdt. Der Zuschauerraum des zweigeschossigen, klassizistischen Gebäudes wurde 1965 unter Verzicht auf ältere gewachsene Dekorationselemente erneuert, sodass heute nur mehr die Stuckdecke an die Zeit des Historismus erinnert.

Das Theater fasst 283 Sitzplätze und 105 Stehplätze. Tickets und Infos zum Theaterprogramm erhalten Sie unter Tel. +43 (0)3842/40 62-302 oder -221.

freimannsturmFreimannsturm

Neben dem Schwammerlturm ist der Freimannsturm der zweite ansehnliche, noch erhalten gebliebene Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, der mit seinem mächtigen Zeltdach, dem Zahnschnittfries und den Schlüssellochscharten den wehrhaften Charakter des ausgehenden Mittelalters kurz nach dem Türkensturm von 1480 bewahrt hat.

Der Name verweist auf den Scharfrichter oder auch »Freimann«, der hier im 18. und frühen 19. Jhdt. wohnte.
glacisStadtpark am Glacis

Die verschiedenen Parkanlagen in Leoben sorgen für friedvolle Grünoasen innerhalb der geschäftigen Stadt. Der Park "Am Glacis" bietet mit seinem Pavillon eine beliebte Bühne für klassische, aber auch für Rock und Pop-Konzerte.

Ein Kinderspielplatz mit Wasserpumpe, Sandoase, Kleinkinderbereich ermöglicht auch den Kindern erholsame  Stunden.

vorfriedeEggenwald'sches Gartenhaus

Am südlichen Ende des Stadtparks "Am Glacis" liegt das ehemalige Eggenwald‘sche Gartenhaus, ein klassizistisches einstöckiges Bauwerk mit Attikagiebel und doppelläufiger Freitreppe, in dem am 18. April 1797 von Napoleon Bonaparte – dem nachmaligen Kaiser Napoleon – und österreichischen Diplomaten der bekannte Leobener Vorfriede ausgehandelt und unterzeichnet wurde.

Diese Gedenkstätte ist eine Außenstelle des MuseumsCenters Leoben. Eintritt (Museum) frei! Führungen gegen Voranmeldung unter Tel.: +43 (0)3842/40 62-408 oder 40 62-442 möglich.
jakobikircheJakobikirche

Die Kirche zum Hl. Jakob wurde 1188 erstmals urkundlich genannt. Am Fuße des Massenbergs gelegen, bildete sie das Zentrum der ersten Ansiedlung in diesem Gebiet. Auch nach der Verlegung der Stadt in die Murschleife blieb St. Jakob bis 1811 die Pfarrkirche der Stadt. Besonders beeindruckend ist die barocke Innenausstattung mit der prächtigen Kanzel des Barockbildhauers Matthäus Krenauer, die um 1740 entstanden ist. Die Kirche ist heute noch von einem Friedhof umgeben, der bis 1887 als Friedhof der Stadt benutzt wurde und dessen Grabmäler besonders schöne Beispiele letzter Ruhestätten wohlhabender Leobener Bürger darstellen.
massenburgMassenburg

In wenigen Minuten erreicht man über den Stadtpark "Am Glacis" das Jakobikreuz (1512 gestiftetes Denkmal mit Skulpturen aus der Spätgotik und dem Barock). Über den Dirnböckweg und die Massenbergstraße gelangt man nach kurzer Gehzeit durch den ehemaligen Torbau in den Innenhof der Ruine Massenburg. Bis heute haben sich ein imposanter Torbau und sehenswerte Gebäudereste erhalten, die auch für Musik- und Theaterveranstaltungen genutzt werden.

Eine Aussichtswarte bietet einen herrlichen Blick auf Leoben und die umliegenden Berge. Die Massenburg geht in ihrer ersten Anlage auf das 9. bzw. 10. Jahrhundert zurück. Erst für das 12. Jahrhundert ist die Bezeichnung »Massenburg« belegt. Für das 14. Jhdt. sind bereits gemauerte Gebäude bezeugt. Zu einem umfangreichen Ausbau kam es um die Mitte des 16. Jhdts. 1820 wurde die gesamte Burg bis auf den Schüttkasten und einige Mauerreste vollkommen abgetragen. 1998/99 wurden Reste der Ruine freigelegt und die Reste der Burg seitdem einer Generalsanierung unterzogen.

redemkircheRedemptoristenklosterkirche

Die Kirche zum Hl. Alfons von Liguori geht auf eine der jüngsten Kirchengründungen Leobens zurück. Erst 1837 ließen sich die ersten Redemptoristenpatres in Leoben nieder. Bereits 1846 wurde der Grundstein für die Kirche in der Gösserstraße gelegt, jedoch erst im Jahr 1852 wurde am Bau von Kirche und Kloster weitergearbeitet, nachdem während der Revolution von 1848 die Redemptoristen die Stadt fluchtartig verlassen mussten. 1860 wurde der historistische Kirchenbau vollendet. Der neoromanische Bau ragt hoch über die Gösserstraße auf. Besonders imposant wirkt die eintürmige Westfassade, die vor allem gemeinsam mit der Waasen- und der Jakobikirche das Stadtbild von Leoben schon weithin sichtbar prägt. Der Kircheninnenraum ist eher schlicht und wird von Wandmalereien dominiert.
wassenkirchePfarrkirche "Maria am Waasen"

Als Gründungsjahr für diese Kirche ist das Jahr 1149 überliefert. Schon 1185 entbrannte zwischen dem Stift Admont und dem Stift Göss ein lange andauernder Rechtsstreit um die Kirche, der schließlich 1210 zugunsten des Stiftes Göss entschieden wurde, dem sie bis 1782 eingegliedert blieb. Die Kirche ist ein wunderschönes Zeugnis gotischer Baukunst in der Steiermark. Kunsthistorisch äußerst interessant sind vor allem die Fenster im Chor, die bereits am Beginn des 15. Jhdts. vollendet waren. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, Heiligendarstellungen und Stifterfiguren. Beachtenswert sind im Kircheninneren u. a. der Hochaltar aus dem 19. Jhdt., die beiden neogotischen Seitenaltäre und die Musikempore von 1487.
schwammerlturm"Schwammerlturm" - Das Wahrzeichen von Leoben 
Achtung - momentan wegen Renovierungsarbeiten geschlossen!

Der Mauttorturm stellt heute das einzig erhalten gebliebene Stadttor Leobens dar. Die mittelalterliche Anlage wurde 1512 erneuert, 1616 von Peter Carlone neu errichtet und nach schwerer Beschädigung durch ein Erdbeben 1794 mit der pilzförmigen Haube versehen, auf die sein volkstümlicher Name »Schwammerlturm« zurückgeht.
Die Versinschrift mit geschichtlichen Bezügen wurde 1845 anlässlich einer Restaurierung von dem Maler Johann Max Tendler angebracht, die Ergänzung mit einem Hinweis auf die jüngste Geschichte von Josef Freudenthaler verfasst. Heute ist unser »Schwammerlturm« wieder begehbar und beherbergt ein kleines Cafehaus mit einem wunderbaren Blick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Versinschrift auf dem Schwammerlturm:

1280 bin ich erstanden da,
1794 war ich dem Sturze nah.
Ich bin somit in jedem Falle,
sehr alt und älter als ihr alle.
Sah viele Feind durch mich gehen,
und blieb doch immer aufrecht stehen.
Sah viermal auch die Franken schon,
doch immer fest den Kaiserthron.
Sah Krieger jünst aus Ost und West,
blieb auch in diesen Stürmen fest.

openheimNeues Rathaus/Oppenheim Skulptur

Nach Abbruch der Westflügel des alten Jesuitenkollegs wurde 1964 bis 1973 entlang der Mur das neue Rathaus nach Plänen von Architekt Kurt Thornton errichtet, dessen Baumasse von Aluminiumfassade und Glas bestimmt wird. Neben dem Stadtkai, am Vorplatz des neuen Leobener Rathauses, steht die rund 8 Meter hohe Oppenheim- Skulptur mit dem bezeichnenden Titel »Double Wedding« (Doppelhochzeit) aus der Serie »Engagement« (Verlobung).
kunsthalleMuseumscenter und Kunsthalle

Das »MuseumsCenter Leoben« wurde im Dezember 2004 als eines der modernsten Museen der Steiermark wieder eröffnet und zeigt die Geschichte Leobens und der Region in ihren Schwerpunkten unter dem Motto: »1.100 Jahre Geschichte auf 1.200 m² Ausstellungsfläche.« Kostbare Objekte werden in einer interessanten Gestaltung mit Unterstützung moderner Medien dargestellt.

Die Kunsthalle Leoben ist jedes Jahr von April bis November Schauplatz einer international bedeutenden kulturhistorischen Ausstellung. Seit 1997 werden Kunsthalle und Museumscenter als Kulturzentrum für Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Seminare usw. genützt. Öffnungszeiten des MuseumsCenters: Di bis So von 9:00 – 18:00 Uhr, Infos unter Tel. +43 (0)3842/40 62 - 408 oder -442.
xaverStadtpfarrkirche St. Xaver

Die Leobener Stadtpfarrkirche St. Xaver (ehemalige Jesuitenkirche) dominiert in ihrer imposanten frühbarocken Gestalt in Höhe und Ausdehnung die gesamte Leobener Altstadt. Eine durchgehende Restaurierung seit 1993 rettete das prunkvolle Kircheninnere mit seiner einzigartigen Ausstattung. Die Kirche ist erst seit 1811 Sitz einer Pfarre und auch heute noch die einzige im Bereich der historischen Altstadt. Errichtet wurde sie nach Plänen des italienischen Baumeisters Peter Franz Carlone zwischen 1660 bis 1665 als Kirche der Leobener Jesuiten (Kollegium seit 1613). Die Kirche beeindruckt besonders durch ihre schlichte, streng gegliederte Fassade mit den zwei mächtigen Westtürmen. Einflüsse anderer jesuitischer Bauwerke wie der Jesuitenkirchen in Steyr oder Wien lassen sich erkennen.

In starkem Kontrast zur strengen Fassade stehen der prächtig ausgestattete Innenraum mit dem Hochaltar aus dem Jahr 1670 und sechs Seitenkapellen mit prachtvollen Altären. Erhalten haben sich auch die überlebensgroßen Apostelfiguren auf den reich geschnitzten Konsolen von Ägydius Meixner. Auch die übrige Inneneinrichtung entspricht zum größten Teil noch der ursprünglichen Ausstattung des 17. Jhdts. Aus früheren Epochen sind ein romanisches Kruzifix aus dem 13. Jhdt. und Renaissance-Grabsteine aus dem 16. Jhdt. erhalten geblieben.
Alte Akademie

Hier befand sich die erste Bleibe der Montanlehranstalt nach der Verlegung von Vordernberg nach Leoben 1849. Es handelt sich um einen klassizistischen Bau aus der Zeit um 1843. An die Zeit der Montanlehranstalt erinnert heute noch ein schön gestalteter, gewölbter Raum im 1. Stock des Gebäudes. Es handelt sich um die ehemalige Aula, die heute mit ihrem wunderschönen Ambiente als Trauungssaal dient. Ein flötenspielender Faun ziert den Platz vor dem Trauungssaal, um als Symbol der Fruchtbarkeit den Brautleuten Glück zu bringen.
petertunerparkPeter-Tunner-Park

Für den Peter-Tunner-Park namensgebend ist das 1904 vom österreichischen Bildhauer Karl Hackstock geschaffene Peter-Tunner-Denkmal.

Daneben befinden sich im Park auch noch eine Büste von Erzherzog Johann – 1982 vom steirischen Bildhauer Erwin Huber geschaffen – und eine Büste des bedeutenden steirischen Dichters Peter Rosegger – 1993 in Erinnerung an dessen 150. Geburtstag gestaltet.

Auch ein Stück der alten Stadtmauer ist hier noch zu sehen.
gaererparkGärner Park

Die Fertigstellung der ersten Bauphase des Josefees fand einen Höhepunkt in der Eröffnung des Gärner-Parks 1892, benannt nach dem Hotelier Gärner, das gegenüber der Parkanlage liegt. 1947 wurde vom Bildhauer Prof. Wilhelm Gösser im Gedenken an 125 politische Opfer der Jahre 1938 bis 1945 ein Mahnmal geschaffen. Dieses wurde 2008 im Zuge der Umgestaltung des Parks ergänzt. Auf einer Glaswand sind erstmals alle Namen der Opfer veröffentlicht.
montanuniMontanuniversität

Die Montanuniversität Leoben geht aus der k.u.k. Montanlehranstalt hervor, die im Jahre 1835 von Erzherzog Johann begründet und 1840 in Vordernberg eröffnet wurde. 1849 wurde sie nach Leoben verlegt und als Montanlehranstalt geführt. Unter ihrem ersten Direktor, Professor Peter Tunner, dem großen Montanisten und Begründer der montanistischen Lehranstalt in Vordernberg, wurde sie 1861 in den Rang einer Bergakademie erhoben, 1904 als Montanistische Hochschule den Technischen Hochschulen gleichgestellt und ihr das Recht der Verleihung akademischer Grade zugesprochen. Seit 1975 heißt sie Montanuniversität und ist zu einer der bekanntesten Fachuniversitäten international geworden, deren Institute von Studierenden aus aller Welt frequentiert werden. Mittlerweile werden 9 verschiedenen Studienrichtungen angeboten: vom Rohstoff über das Produkt bis hin zum Recycling. Einzigartig ist die Symbiose aus Grundlagenforschung und Anwendbarkeit für die Industrie. Die Universität wird ständig erweitert und besitzt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Forschungsergebnisse einen international hervorragenden Ruf.
evangel_kircheEvangelische Gustav Adolf Kirche

Die evangelische Bevölkerung Leobens erhielt erst in den Jahren 1908/09 ihre eigene Kirche. Als nördlicher Abschluss der Franz-Josef-Straße ist der mächtige Turm der Gustav Adolf-Kirche auch vom Leobener Hauptplatz aus gut sichtbar. Die Kirche, sie ist dem Späthistorismus zuzuordnen, entstand nach einem Entwurf des Wiener Architekten Clemens Kattner, der vom Leobener Architekten Titus Thunhardt umgesetzt wurde. Der Kircheninnenraum wird vor allem durch die einfache Gestaltung mit den wunderschön ausgeführten Glasfenstern bestimmt. Sie sind in den evangelischen Kirchen Österreichs einzigartig.


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